Spezialbehandlungen

Als Ergänzung zu kieferorthopädischen Behandlungen für Kinder und Erwachsene bieten wir in unserer Praxis weitere Behandlungen an, die Ihnen und Ihren Kindern helfen, Probleme mit Kiefer und Zähnen in den Griff zu bekommen.

  • Myofunktionelle Therapie

    In unserer Praxis arbeiten wir eng mit speziell fortgebildeten Logopäden zusammen um bei der sogenannten myofunktionelle Therapie bei Bedarf bestimmte Muskeln im Mund- und Gesichtsbereich umzutrainieren.

    Falsche Zungenfunktion, fehlender Mundschluss durch zu schwache Lippenmuskulatur sowie weitere Fehlfunktionen der Muskeln im Mund- und Gesichtsbereich können gerade bei Kindern im Wachstum zu gravierenden Zahnfehlstellungen führen.
    Auch bei erwachsenen Patienten sind Zungen- und Lippenfehlfunktionen (falsche Gewohnheiten) häufig anzutreffen. Diese können auch hier zu Zahnfehlstellungen und Zahnlockerungen führen.
    Sollte eine Ursache der Zahnfehlstellung eine falsche Zungen- oder Lippenfunktion sein, so muß diese parallel zur kieferorthopädischen Korrektur auch behandelt werden, da man ansonsten mit einer Zahnspange üblicherweise kein stabiles Ergebnis erreichen kann. Spontankorrekturen sind bei Kindern möglich, im Erwachsenenalter aber sehr selten.
    Eine myofunktionelle Therapie ist auch bei kombiniert Kieferorthopädisch- chirurgischen Behandlungen sinnvoll, da durch eine bessere Anpassung der Zunge, Lippen und Muskeln an die neue Kiefersituation das Rezidivrisiko (auch nach einer Operation kann durch Zug der Weichteile eine korrigierte Kieferfehlstellung bis zu einem gewissen Grad wiederauftreten) verkleinert werden kann.
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  • Schienentherapie bei Kiefergelenksproblemen

    Kiefergelenkanalyse
    Beschwerden und Schmerzen im Kiefergelenk sind sehr häufig. Meistens wird aber das Kiefergelenk als Ursache der Beschwerden nicht erkannt. Da das Kiefergelenk ganz nah am Ohr liegt, wird meistens der Hals- Nasen- Ohrenarzt aufgesucht. Das Ohr ist in diesen Fällen jedoch gesund – der Hals- Nasen- Ohrenarzt kann also keine Erkrankung feststellen.

    Häufige Symptome sind:
    – Knirsch- und Knackgeräusche im Kiefergelenk
    – Ohrenschmerzen
    – Kopfschmerzen im Bereich der Schläfe oder des Jochbeins
    – Verspannungen der Nackenmuskulatur oder der Kaumuskulatur
    – Zahnschmerzen, obwohl die Zähne, das Zahnfleisch und der Kieferknochen gesund sind

    Klinische Funktionsanalyse
    Die klinsche Funktionsanalyse des Kiefergelenks beinhaltet eine Befundung des Kiefergelenks und der umliegenden Strukturen. Knack- oder Reibegeräusche werden diagnostiziert; Gelenkbewegungen vermessen; Muskeln nach Verspannungen abgetastet; die Zähne und der gesamte Mundraum klinisch untersucht (Abrasionen, Zungen-, Wangeneinbisse, Bissituation (Okklusion), Zungendysfunktionen).

    Manuelle Strukturanalyse
    Mit der manuellen Strukturanalyse des Kiefergelenks nach Bumann werden über die klinische Funktionsanalyse hinaus noch Symmetrie oder Asymmetrie der Gelenkbewegungen, Beweglichkeit (Beweglichkeitseinschränkungen), Belastungsfähigkeit, Empfindlichkeit und Schmerzen im Kiefergelenk und der damit verbundenen Muskulatur, sowie eventuelle Frühkontakte beim Kieferschluß und der Zusammenschluss der Kiefer getestet. Geräusche (Knacken, Reiben), die bei Bewegungen der Strukturen (Kiefer, Muskel, etc.) entstehen, werden soweit klinisch möglich (ohne Röntgendiagnostik) beurteilt. Ziel ist mögliche Ursachen für Kiefergelenksbeschwerden aufzuzeigen und/oder die Ausgangssituation für eine kieferorthopädische Behandlung genauer abzuklären um, soweit wie möglich, eine Auslösung von Kiefergelenksbeschwerden durch die kieferorthopädische Behandlung zu vermeiden.

    Instrumentelle Funktionsanalyse
    Bei der instrumentellen Funktionsanalyse werden die Gipsmodelle der Zähne kiefergelenkbezüglich in einem sogenannten Artikulator montiert und bestimmte Gelenkbewegungen simuliert. So können Frühkontakte auch bei Seitwärtsbewegungen identifiziert werden und eine Fehlbisslage genauer gelenkbezüglich bestimmt werden. Oftmals können erst durch diese Nachstellung der Kieferbewegung und -lage außerhalb des menschlichen Mundbereichs Fehlfunktionen erkannt werden.

    Die instrumentelle Funktionsanalyse ermöglicht eine genaue Auswertung von nicht optimal ablaufenden Kieferfunktionen.

    Schienentherapie
    Ein gesundes Gebiss soll nicht nur schön und gepflegt aussehen, sondern auch problemlos und schmerzfrei funktionieren.
    Fehlstellungen der Zähne oder Zahnlücken können zu einer Überbelastung des Kiefergelenks führen. Schon geringste Abweichungen können genügen, um unterschiedliche Beschwerden auszulösen. Wussten Sie, dass Rücken- und Nackenschmerzen oder sogar Migräne damit zusammenhängen können?
    Um das Fortschreiten der Symptome erfolgreich aufzuhalten oder zu stoppen, sind unterschiedliche Maßnahmen möglich. Oft ergibt sich eine spürbare Besserung, wenn nachts eine individuell angepasste Schiene getragen wird, wodurch der Kiefer in die optimale Position zurückgebracht wird und die Muskulatur sich entspannen kann.
    Solche sogenannten Aufbiss-Schienen werden auch in der Behandlung von Kiefergelenksstörungen, die sich z. B. durch Knackgeräusche beim Kauen äußern können, eingesetzt. Hierbei wird das Kiefergelenk durch Korrektur der Bisslage gezielt entlastet.
    Auch beim Zähneknirschen helfen Schienen, das Kiefergelenk und den Zahnhalteapparat vor Überlastungen zu schützen.
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